20. Dezember 2010

Chanson de la première heure

„Seufzend hob er den Kopf von seiner neuen Zeitung, die die nette Dame vom Kiosk ihm einige Minuten zuvor in die Hand gedrückt hatte. Trotz des Regens draußen war ihre gute Laune nicht verflogen und redete immerzu von einem netten braunhaarigen Mädchen, dass ihr im Vorbeigehen immer zulächelte.
Obwohl der Regen sich zunehmenst verstärkt hatte, drängten sich weiterhin Menschen mit bunten Regenschirmen auf den Straßen. Er selbst hatte Schutz in einem warmen Café gesucht und sich einen Kaffee genehmigt. Während er den Blick schweifen ließ, fiel ihm ein schlicht gekleidetes Mädchen auf. Sie bahnte sich geschickt ihren Weg durch die Menschenmassen, schaffte es dabei dennoch ihn anzulächeln und zu winken.
Einen kurzen Moment lang sah er dem pitschnassen Mädchen noch nach. Kannte er sie? Woher? Ihr Lächeln war so vertraut und gleichzeitig bezaubernd gewesen. Würde man ihr etwas richtiges zum Anziehen geben, sie etwas her richten, so wäre sie das schönste Mädchen auf Erden, sodass selbst Aphrodite vor Neid erblassen würde. So unvergleichlich schön, und doch konnte er sich nicht mehr an ihr Gesicht erinnern. Schnell bezahlte er seinen Kaffee und verließ das kleine Gebäude schnell. Er folgte ihr. Er wollte sich nicht verlieren. Das Gefühl, dass sie unbezahlbar wichtig sei, wurde stärker und ließ ihn nicht mehr los.
Obwohl so viele unterwegs waren und sie hin und wieder stehen blieb um einigen Menschen einen sehnsüchtigen Blick zu zuwerfen, selbst, wenn diese sie nicht zu bemerken schienen, war sie so schnell, dass er sie nicht einholen konnte.
An einer Kreuzung bemerkte er, dass er sie verloren hatte. Während er sich völlig außer Atem in jede Richtung umsah, den Blick selbst dem Himmel zu wand und vergeblich versuchte die Augen vor dem Regen zu schützen, wurde er von einem kleinen Wagen erfasst. Fast schmerzlos landete er einige Meter auf dem harten, nassen Asphalt und starrte weiterhin zum Himmel auf. Natürlich kannte er SIE. Sie war immer da gewesen, wenn auch unbemerkt. Diese sehnsüchtigen Blicke, wenn sie neben ihm stand und sanft seine Hand berührte. Hin und wieder gibt es Menschen, die ihr Lächeln im Herzen trugen und sie niemals vergaßen, aber sonst blickte man nur kurz auf, wenn sie an einem vorbei eilte. Und dann, dann war sie ganz nah und verschwindet im nächsten Augenblick für immer. So wie an diesem Tag.“

Mir ist bewusst, das der vorangehende Text nicht sonderlich gut ist, im Gegenteil er ist sogar ziemlich beschissen. Aber dennoch hoffe ich, dass einige erraten können, wer SIE ist und was ich versuchte hiermit auszudrücken.

5 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

ich bin mir zwar nicht ganz sicher, doch ... ist sie der Tod?

Ishito hat gesagt…

Ich hätte ehrlich gesagt gedacht, dass es sich um eine reale Person handelt. Ich mag den Text wirklich gerne, auch wenn ich mir nicht ganz vorstellen kann, was du fühlst. Aber am allerwichtigsten ist es, dass du deine eigenen Gedanken dadurch ordnen kannst.

Taion hat gesagt…

Wenn ich ehrlich bin, ist es die Zeit xD

Unknown hat gesagt…

hm ... aber ich dachte eben, da der dann vor das Auto gelaufen ist, dass das irgendwie die vorbotin des Todes ist, dazu beauftragt ihn zu holen, oder so

Taion hat gesagt…

du hast eine interessante Interpretationsgabe, Liebes xDD